
Panne oder Unfall.
Was Sie zuerst tun.
Die Reihenfolge entscheidet. Erst sichern, dann telefonieren. Sind Menschen verletzt, gilt zuerst die 112.
Sieben Schritte, in dieser Reihenfolge
- 1
Warnblinker einschalten
Noch während das Fahrzeug rollt. Wer hinter Ihnen fährt, soll so früh wie möglich sehen, dass hier etwas nicht stimmt.
- 2
So weit wie möglich nach rechts
Auf den Standstreifen, in eine Parkbucht oder wenigstens an den äußersten Fahrbahnrand. Räder nach rechts einschlagen, damit das Fahrzeug bei einem Auffahrunfall nicht auf die Fahrbahn geschoben wird.
- 3
Warnweste anziehen, bevor Sie aussteigen
Die Weste gehört in den Innenraum, nicht in den Kofferraum. Es gibt keinen Grund, für die Weste erst hinten auszusteigen. Mitfahrer brauchen ebenfalls eine.
- 4
Zur Beifahrerseite aussteigen
Nie zur Fahrbahn hin. Alle Insassen steigen aus, auch bei Regen und auch die Kinder. Tiere bleiben angeleint.
- 5
Warndreieck aufstellen
Innerorts etwa 50 Meter, auf der Landstraße 100 Meter, auf der Autobahn 150 bis 400 Meter hinter dem Fahrzeug. Vor Kurven und Kuppen früher, damit der Verkehr Sie rechtzeitig sieht. Gehen Sie dabei hinter der Schutzplanke und tragen Sie das Dreieck aufgeklappt vor sich her.
- 6
Hinter die Schutzplanke
Nicht ins Auto zurücksetzen, nicht auf dem Standstreifen warten. Auf dem Standstreifen passieren die schweren Unfälle, nicht auf der Fahrbahn.
- 7
Erst jetzt telefonieren
Sind Menschen verletzt, wählen Sie zuerst die 112. Danach rufen Sie den Abschleppdienst und sagen, wo Sie stehen.
Wie Sie durchgeben, wo Sie stehen
Der häufigste Grund für eine lange Anfahrt ist nicht die Entfernung, sondern eine unklare Ortsangabe. Vier Wege, die immer funktionieren.
Blaue Kilometerpfosten
Am rechten Fahrbahnrand jeder Autobahn stehen alle 500 Meter blaue Pfosten. Oben steht die Autobahnnummer, darunter der Kilometer. Diese Zahl plus die Fahrtrichtung ist die genaueste Angabe, die Sie machen können.
Standort per WhatsApp
In WhatsApp auf die Büroklammer tippen, dann auf Standort, dann auf Aktuellen Standort senden. Damit haben wir die Koordinaten und müssen nicht raten.
Notrufsäule
Die kleinen schwarzen Pfeile auf den Leitpfosten zeigen zur nächsten Notrufsäule. Von dort wird Ihr Standort automatisch übermittelt.
Letzte Anschlussstelle
Wenn nichts davon geht: Welche Ausfahrt haben Sie zuletzt passiert, und in welche Richtung fahren Sie? Das reicht uns meistens schon.
Häufige Fragen
Wie weit muss das Warndreieck aufgestellt werden?
Innerorts etwa 50 Meter, auf Landstraßen 100 Meter, auf der Autobahn 150 bis 400 Meter hinter dem Fahrzeug. Vor Kurven und Kuppen stellen Sie es früher auf, damit nachfolgende Fahrzeuge es rechtzeitig sehen. Tragen Sie das Dreieck aufgeklappt vor sich her und gehen Sie hinter der Schutzplanke.
Darf ich bei einer Panne im Auto sitzen bleiben?
Auf der Autobahn und der Landstraße nicht. Der Standstreifen ist die gefährlichste Stelle, und ein Auffahrunfall auf ein stehendes Fahrzeug endet dort oft tödlich. Verlassen Sie das Fahrzeug zur Beifahrerseite und warten Sie hinter der Schutzplanke. Innerorts bei langsamem Verkehr können Sie nach eigenem Ermessen entscheiden.
Was mache ich, wenn ich nicht weiß, wo ich bin?
Schauen Sie nach dem nächsten blauen Kilometerpfosten am rechten Fahrbahnrand, dort stehen Autobahnnummer und Kilometer. Alternativ senden Sie Ihren Standort per WhatsApp: Büroklammer, Standort, Aktuellen Standort senden. Auch die letzte passierte Anschlussstelle plus Fahrtrichtung hilft uns weiter.
Brauche ich Warnweste und Warndreieck wirklich?
In Deutschland ist ein Warndreieck in jedem Fahrzeug Pflicht, ebenso ein Verbandkasten. Eine Warnweste ist für Pkw ebenfalls vorgeschrieben. Sinnvoll ist eine Weste pro Sitzplatz, denn alle Insassen sollen sichtbar sein, wenn sie aussteigen.
Panne im Stau, was jetzt?
Zuerst Rettungsgasse bilden und Warnblinker einschalten. Steigen Sie nicht zwischen den Fahrzeugen aus. Wenn die Fahrbahn frei genug ist, rollen Sie nach rechts. Erst wenn das Fahrzeug sicher steht, sichern Sie die Stelle ab und rufen an.
